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14 Feb
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BILDERSERIE 1

Schöne Prunkfremdensitzung des Niederkalbacher Carnevalverein



NIEDERKALBACH - Wie in jedem Jahr ein in die Kalbacher Fasching fest verwurzelter Höhepunkt, die Prunkfremdensitzung des Niederkalbacher Carnevalverein e.V., welche am vergangenen Samstag im vollbesetzten Niederkalbacher Bürgerhaus statt fand.

Begrüßen konnte Präsident Florian Stolz neben dem närrischen Publikum, die Ortsvorsteherin Andrea Weber, Pfarrer Christian Schmitt, den Sprecher der Gemeindevertretung Karl-Heinz Leibold sowie Bürgermeister Florian Hölzer. Nach dem Einzug der Prinzenpaare mit ihrem Gefolge eröffnete das Kinderprinzenpaar mit Kinderprinz Jakob IV. der Dinoheld aus dem hinteren Mittelfeld und ihre Lieblichkeit Kinderprinzessin Helene IV. die immer lacht, nicht nur zur Fassenacht und Prinz Markus LXVI. der Ökonom mit Skidiplom und ihre Lieblichkeit Prinzessin Sonja LXVI. von ABC und kfd mit ihren Ansprachen an das närrische Volk den bunten Reigen abwechslungsreicher, ausgelassener Fröhlichkeit.

Fotos: Arnd Ph. Rössel



Den Anfang machten das jüngste Eigengewächs des NCV, die „Blauen Fünkchen“ mit ihrem neu einstudierten Gardetanz. Betreut werden die Kleinen von Ramona Betz und Alexanra Möller.  Als erster Redner hatte Michael Möller die schwere Aufgabe das Publikum in Stimmung zu bringen. Dies gelang ihm hervorragend mit seinem Beitrag als „Ein Jungvater“. Er schilderte plastisch vor welchen Herausforderungen ein junger Vater steht und was es alles bei der Säuglingspflege zu bewerkstelligen gibt. Das Publikum quittierte den Vortag zwischendrin und am Ende mit tosendem Applaus.

Im folgenden zeigte die Tanzgruppe „Die Smilys“ zum Thema „Matrosen“ ihren Showtanz welchen sie mit ihren Trainerinnen Sammy Jo Auth und Tanja Reus einstudiert hatten. In ihrem Beitrag über die M.o.K‘S gleich Mütter ohne Kids sowie über V.o.K‘s gleich Väter ohne Kids ließ sich die als royale Nanny - Edeltraud Anna vom Fischbachtal – auftretende Reinhilde Elm in Persona Mutter von Prinzessin Sonja LXVI von ABC und kfd aus. Sie schilderte die überaus interessante Familiengeschichte der Tollitäten von der Kindheit bis zum Erwachsensein sowohl von ihrer Tochter als auch von Prinz Markus LXVI der Ökonom mit Skidiplom, ihrem Schwiegersohn. Der Beifall als Niederkalbacher Urgestein war der Nanny am Ende ihres Vortrages gewiss.



Die Präsidentengarde des NCV präsentierte als nächstes unter der Leitung von Pia Preuß und viel Beifall des Publikums ihren aktuellen Tanz. Kein Wunder, dass die Niederkalbacher Kicker mit dieser Bildung in der Kreisklasse B kicken, aber es kann nur besser werden, denn es es gibt jetzt in Niederkalbach Hoffnung. Unter der Leitung von Thomas Landgraf wurde die Fußballschule FC Union gegründet welche die Schüler Marius Krack, Patrick Becker, Rainer Ostrowski, Michael Hack und Christoph Zehentmaier besuchten. Bei Lehrer Richard Landgraf lernten sie alle gängigen Begriffe der hohen Fußballschule und können zukünftig ein Kartoffel und ein Bohnenfeld von einem Fußballplatz unterscheiden, wissen, dass der Schiedsrichter nicht der schwarze Peter ist und last but not least wissen sie jetzt auch, dass ein Fussball nicht eckig, sondern rund ist und es das Ziel ist, diesen ins Tor zu befördern. Es kann nur besser werden. Auch hier viel Applaus des Publikums.

Was wäre eine Niederkalbacher Fremdensitzung ohne „Ein Mann von Kalbach“ präsentiert wie kann es anders sein von Karl-Heinz Leibold. Mit unnachahmlichen Lokalkolorit erfuhren die Besucher der Fremdensitzung was eigentlich die drei Ortsnamen Nieder,- Mittel,- und Oberkalbach bedeuten und miteinander verbindet. Welche Personen aus Niederkalbach sich so im Laufe eines Lebens im Ort begegnet sind und welche Schicksale und Wege sie im Leben zum Erwachsenen miteinander verbindet. Die Anekdoten, die alle Einheimischen gut einschätzen konnten, wurden mit vielen Lachern und Gesang begleitet und kandiert. „Oh Kalbach ist schön“



Zu Beginn seines Vortrages präsentierte Karl-Heinz Leibold eine geheimnisvolle rote Mappe deren Inhalt er zum Schluss mit einem alten Zeitungsartikel aus dem Jahre 1949 über den Fussball und den NC verlas. Die Mappe wurde als Präsent an das Prinzenpaar übergeben. Nach der Pause moderierten die Präsidenten Markus Hackenberg und Florian Stolz im Wechsel.

Die MoK‘s -Mütter ohne Kinder präsentierten das alte Fernsehratespiel „Dingsda“ . Unter der Leitung von Katharina Baumann umschrieben die „Kinder“ Pia Dorn, Alexandra Elm, Sonja Faust, Karina Hack, Tatjana Hohmann, Ulrike Kiefer, Silke Kohl und Melanie Nüchter Begriffe, teils umständlich, jedoch immer plastisch und lustig auch für das miträtselnte Publikum. Lösen mussten die kniffeligen Aufgaben jedoch andere. Prinzessin Sonja und Prinz Markus. Selbstredend, dass Prinzessin Sonja mehrere Flaschen Champus gewann und der Prinz lediglich ein Fläschchen Bier welches er mit seinen Kollegen vom Elferrat teilen sollte.

Tänzerisch einer der Höhepunkte war der Auftritt von Prinzenmariechen Anna Lena Hüter welche von Nikola Hack betreut wird. Flick-Flack, Rad, Spagat und Sprünge wurden in Perfektion gezeigt und forderten den Applaus im ganzen Saal.



Evi Möller präsentierte sich als Ehefrau auf „verspäteter Hochzeitsreise“ nach Bayern mit einer kleinen roten Handtasche als Reisegepäck in der wahre Wunder der Packkunst aufbewahrt wurden. Das waren zum Beispiel für drei Tage: eine Hose gerollt in zwei Nylonstrümpfe, ein gerollter Pullover, ein paar Sandalen, Reizwäsche und drei Slipeinlagen als Unterhosen. Und ganz wichtig Kleingeld in Form einer Kreditkarte. Am Urlaubsort angekommen entpuppte sich das tolle Zimmer enttäuschend mit zu kleinem Bett und auch mit mehreren Versuchen kam es zu keinem Stelldichein mit ihrem Ehemann. Welch eine Enttäuschung. Das Fazit der lustigen Reiseschilderung war trotz aller Enttäuschung die Wertschätzung des Partners und dass man so geliebt wird wie man eben ist.

Im Anschluss präsentierte sich mit der NCV Prinzengarde eine der besten osthessischen Garden mit akrobatischen und auf höchster Präzession getrimmten Gardetanz. Trainiert und betreut werden die jungen Damen von Nikola Hack und Sylvia Möller.



Als einer der Höhepunkte der Veranstaltung war der Vortrag von Präsident Markus Hackenberg als Bruder Markus Jokus, der Jokus von Niederkalbach und seines Zeichens singender Kellermeister von Sankt Laurentius. Sowie dem im Jahre 1525 auf Durchreise befindlichen Bruder Andreas Müllermeisterus alias Andreas Reck. Unterschiedlicher konnten die beiden Protagonisten acht Jahre nach der Reformation (1517) Martin Luthers und seiner 95 (Pro)Thesen nicht sein. Hier der lebenslustige, mit beiden Beinen im Leben stehende und einem Glas Wein nicht abgeneigte Bruder Jokus und auf der anderen Seite der strenggläubige und nach dem Zölibat lebende Bruder Andreas dem die Reformation und was daraus entstand nicht geheuer ist. Beste Grundlage für ein Spiel mit geschickten taktieren des Bruder Jokus auf der einen und entsetzte Gestik auf der anderen Seite bei Bruder Andreas. Raffiniert wurden von Autor Markus Hackenberg Lokalereignisse mit in den Vortrag eingewoben, welche das Publikum zwischendurch und am Ende des Vortrages zu lautem Beifall herausforderte.

Das Ende des Programms aber nicht das Ende der Veranstaltung bildeten die Tanzdarbietungen der Neuformierten NCV Showtanzgruppe sowie die Männertanzgruppe „Flotte Spritzer“ zum Thema „Jahrmarkt der flotten Spritzer“ unter der Leitung von Marion Kress und Natalie Möller.



Nach dem Finale der kurzweiligen Prunkfremdensitzung war Tanz bis in den Morgen angesagt mit Alleinunterhalter Uwe Wiegand aus Neuhof angesagt, welcher auch die bisherige Veranstaltung und den Abend musikalisch mit Schunkel- und Stimmungsliedern begleitet hatte. (Arnd Rössel) +++